Die Gegend um Kuching gehört zu einem UNESCO Global Geopark. Das bedeutet, es befinden sich dort geologische Vorkommnisse, kulturelle Stätten und Landschaften von internationaler Bedeutung. Wir hatten die Qual der Wahl für unsere 2.5 Tage vor Ort. Wir sind zum Semenggoh Nature Reserve (im Bild B4) und Bako Nationalpark (im Bild B2) gefahren.

Am Anreisetag sind wir durch die Innenstadt von Kuching geschlendert. Kuching bedeutet übersetzt Katze – in Malaysia ist die Stadt bekannt als Katzenstadt. Ein paar Katzen haben wir gesehen, nur nicht übermäßig viele. Die Innenstadt am Fluss entlang ist ansehnlich. Es wird vor Krokodilen gewarnt. Es ist jedoch unwahrscheinlich, welche in der Stadt zu sehen.

Am ersten vollen Tag sind wir in das Semenggoh Nature Reserve gefahren. Es ist ein Orang Utan Rehibilitationszentrum ohne Zäune. Die Tiere bewegen sich komplett frei und kommen ggf. zu einer Fütterung vorbei. Sie ernähren sich von Blättern und Früchten. Momentan sind noch keine Früchte in der wilden Natur reif, so dass es wahrscheinlicher ist, Orang Utans bei einer Fütterung zu sehen. Wenn die Affen selber Früchte finden können, dann bleiben sie meist im Wald. Bei unserem Besuch am Nachmittag sind tatsächlich vier Orang Utans gekommen. Bei der Vormittagsfütterung ist kein Affe gekommen. Da hatten wir Glück.


Am zweiten vollen Tag in Kuching sind wir zum Bako Nationalpark gefahren. Man kann nur mit dem Boot anreisen. Wir sind extra früh los, weil die Tiere bekannterweise morgens und abends aktiv sind. Mit dem ersten Boot ging es in den Park.
Der Bako Nationalpark weißt tropisches Klima auf und die Vegetation ist überwiegend dschungelartig. Sich bei diesen heißen Temperaturen, gepaart mit der sehr hohen Luftfeuchtigkeit, draußen aufzuhalten und zu wandern, ist körperlich sehr fordernd. Wir haben innerhalb der ~6 Stunden vor Ort 5-6 Liter Flüssigkeit getrunken. Wir sind dabei zwei Wanderwege gewandert.
Die erste Wanderung (Wanderweg Taluk Paku) dauerte über drei Stunden, wobei der Gesamtweg vom Ausgangspunkt ~2.5 km betrug. Es ging mit aufmerksamen Sinnen über Wurzeln, Steinen und Treppen.


Wir haben diverse Tiere gesehen, wobei die frei lebenden Langnasenaffen das Highlight in dem Park sind. Auf halben Wege konnten wir sie durch die Baumkronen springen sehen – so schön! Der Weg führte zu einem Strand, an dem wir erneuert zwei Langnasenaffen sehen konnten.


Ergänzung vom 09.09: wir haben auch eine zweite Affenart in den Baumkronen gesehen. Das ist mir erst jetzt beim Durchgehen der Bilder aufgefallen. Es handelt sich um Makaken.

Die zweite Wanderung (Wanderweg Taluk Delima) mittags war eher tierlos. In der Mittagshitze bewegen sich die meisten Tiere wenig. Davon haben wir uns dann auch inspirieren lassen.
Neben den Langnasenaffen haben wir natürlich noch mehr gesehen. Weitere Sichtungen von uns waren eine big Lizard, Echsen, Käfer, Schmetterlinge und Libellen, Spinnen, Krebse, Wildschweine, Vögel und vieles mehr.




Die nächsten Tage werden uns viele weitere Sichtungen erwarten. Es geht nämlich in den Gudung Mulu Nationalpark. Er ist so abgelegen, dass wir nur rein- und rausfliegen können. Hoffen wir mal, dass das Wetter entsprechend mitmacht.
Bisher hat es jeden Tag gewittert und geregnet. Das sei total ungewöhnlich, meinte ein Grab-Fahrer zu uns. Normalerweise sei es während der Trockenzeit trockener. Auch wenn es in Borneo nie wirklich trocken ist während der Trockenzeit, regnet und gewittert es momentan ungewöhnlich viel. Man kann sich den Tag wie folgt vorstellen. Morgens herrscht eine verhältnismäßig angenehme Temperatur und es ist trocken. Mittags wird es richtig feucht und warm/heiß. Zwischen 13-17 Uhr fängt es meistens an zu Regnen bzw. Gewittern. Dann kühlt es zum Abend meist wieder ab.
Wir sind bisher trocken geblieben, nur das kann sich im Mulu Nationalpark ändern. Die Luftfeuchtigkeit wird dort im Dschungel durchgängig hoch sein. Mal schauen, ob bei uns innerhalb der 5 Tage/4 Nächte alles klamm wird. Übrigens soll es dort kein Internet geben. Ich melde mich entsprechend wieder, wenn ich aus dem Mulu Park raus bin. Wer schon neugierig ist, kann gerne was über den Park auf mulupark.com lesen.
Bis dahin
Mareike