An meinen freien Tagen versuche ich die Umgebung zu erkunden. Diese Region ist unerwartet vielfaeltig – unerwartet, weil im Reisefuehrer „Lonely Planet“ unausgesprochen steht, dass es sich nicht lohnen wuerde, laenger in Rockhampton zu sein.
(lonely planet ueber Australiens Ostkueste, Seite 419: „Es hat ein paar Attraktionen zu bieten, doch sein groesstes Plus ist die Verbindung zu den Kuestenschmuckstuecken Yeppoon und Great Keppel Island“ .. Das erinnert mich an folgenden Spruch: „das beste an Bremen? Die Autobahn nach Hamburg :D haha Spass)
Wie bereits im Artikel „Rocky erkunden und einfach zu viel Papierkram“ erwaehnt wurde, war ich im Daydream Center. Dort habe ich einiges ueber die heimischen sowie Torres Strait Islander Aboriginies erfahren. Die Torres Strait Inseln befinden sich zwischen Papua-Neuguinea und der noerdlichsten Spitze Queenslands.
Ausserdem durfte ich mein Koennen beim Boomerangwerfen zeigen. Es ist wirklich nicht einfach! Nur einmal ist der Boomerang etwas zurueckgekommen..
Zum Abschluss der Tour konnten wir den Klang eines Didgeridoos geniessen. Der Tourfuehrer spielt bereits ueber 30 Jahre dieses Musikinstrument! Er meint, das Spielen eines Didgeridoo ist Uebersee beliebter als in Australien – eher eine „Touristensache“.
Wer dem Klang eines Didgeridoos lauschen moechte, kann sich gerne das folgende Video anschauen (mit Impressionen aus Australien).
Ausserdem war ich in Mount Morgan. Dort befindet sich eine stillgelegte Goldmine, die eine sehr grosse Bedeutung fuer die Entwicklung der Region hatte. „Mined for 99 years, Mount Morgan yielded a total of 225,000 kg of gold, 50,000 kg of silver and 360,000 tonnes of copper; Ironstone Mountain became a very large hole — 1066 feet (325 metres) deep from the original mountain top.“ (Quelle und weitere Informationen hier). Dass der Berg zu einem Loch geworden ist, koennt ihr auf dem folgenden Bild (Modell der Mine) sehen.
225.000kg Gold! Heutzutage ist es „nur noch“ eine Touristenattraktion. Einige Firmen versuchen eine Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Goldgewinnung zu bekommen, doch davor muessen Probleme wie das uebersaeuerte Wasser behoben werden (Tourfuehrer meinte, das Wasser im See haette einen pH-Wert von 2,6 (Saeure)). In den Flusslaeufen koennen kleine Goldsplitter gefunden werden, was bedeutet, dass diese Region immer noch reich an Gold ist. Auch ich habe einen kleinen Stein mit Gold mitgenommen. So sieht die Goldmine 2013 aus:
Als ich das erste Mal im Outback gearbeitet habe, haben wir (meine Mitarbeiterin und ich) einen kurzen Zwischenstopp auf einer Rinderfarm (engl: cattle farm) eingelegt (einer Bekannten gehoert die Rinderfarm). Dort durfte ich Rinder scheuchen und fuettern. (Nein, ich bin nicht auf dem folgenen Bild.)
Obwohl die Farm ans Outback grenzt, ist das Gras gruen. Die Tage davor hat es einen halben Meter geregnet (Stichwort Regenzeit). Innerhalb kuerzester Zeit wird alles gruen – und auch wieder braun..
Wie du auf dem folgenden Bild sehen kannst, haben australischen Rinder eine sehr ausgepregte Nackenrolle (die Haut am Hals). Ich kann mich nicht daran erinnern, solche Rinder in Deutschland gesehen zu haben.
Apropo Tiere: letztens war ich im Cooberrie Park Wildlife Sanctuary. Das ist eine Art kleiner Zoo inklusive Aufzucht- und Krankenstation fuer verletzte Tiere. Dort konnte ich nicht nur heimische Tiere bestaunen (Cassowary, Echsen, Schlangen, Voegel, Koalas, natuerlich Wallabys und Emus uvm.), sondern durfte eine Schlange und Voegel halten, Wallabys fuettern, eine Eidechse streicheln und Fotos mit einem Koala machen. Es war ein sehr gelungener Tag.
Nachmittags bin ich nach Yeppoon an den Strand gefahren und habe die frische Brise genossen. Yeppoon ist der naechstgelegenste Strandabschnitt, jedoch nicht der schoenste. Surfen kann man dort nicht (ausgenommen Kitesurfen), weil das Great Barrier Reef ein natuerlicher Wellenbrecher ist. Das Foto ist an einem sehr ungemuetlichen, bewoelkten Tag aufgenommen worden:
Nordoestlich von Rockhampton befindet sich der Berg Mt Archer. Von dort hat man einen wunderbaren Ueberblick ueber die Umgebung und ueber die Stadt. Es gibt sogar Wanderwege, die bis zu 13km (?) lang sind.
Vorallem bei Nacht verzaubern einen die Lichter der Stadt.
Wenn ich Rockhampton nicht verlassen moechte, kann ich meine Zeit in einen der unzaehligen Parks verbringen; neben den botanischen Garten gibt es viele weitere Parks wie beispielsweise Kershaw Gardens. Dort gibt es diesen schoenen (kuenstlichen?) Wasserfall. Es ist schoen, dass es so viele Parks gibt, die ordentlich und gepflegt sind. In jedem Park gibt es Picknickareas, manchmal sogar inklusive Gasgrill (wird von der Gemeinde kostenlos zur Verfuegung gestellt).
Ansonsten geniesse ich das Nachtleben und verbringe Zeit mit meinen Mitbewohnern und deren Freunden. Zum Beispiel singen wir Karaoke, geniessen Filmabende, spielen Lasertag (kommt vom engl. „tag“ -> Markierung; kann man sich vorstellen wie Paintball nur mit Lasern) und gehen Bowlen.
Dennoch werde ich aufgrund der unguenstigen Wohnbedingungen Anfang Januar ausziehen.. Ein paar Tage verbringe ich provisorisch bei jemand anderen, bis es mit meiner Mama nach Neuseeland geht :)
Wie bereits erwaehnt werde ich in den kommenden zwei/ drei Wochen nicht viel arbeiten. Deswegen werde ich vorraussichtlich ins Outback fahren und dort die Gegend erkunden. Es gibt beispielsweise Hoehlen mit Aboriginiemalereien, ein Minenmuseum, das Central Queensland Hochland und einen sehr schoenen Nationalpark. Es ist der sogenannte Central Queensland Outback Drive (geplante 9 Tage, fast 2000km – Beschreibung hier). Ob ich den komplett schaffe, weiss ich nicht.
Ein schoenes Fest euch allen :)
Mareike













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