Als ich meinen Traffic Controller Course gemacht habe, musste ich so viele Zettel ausfuellen – sechs oder sieben. Immer habe ich das gleiche geschrieben: Name, Adresse, ..
Darauf habe ich die 20 Stunden Praxis gehabt mit einem Traininglogbuch – auch wieder drei mal das gleiche geschrieben. Spaeter beim Department of Transport habe ich fuer den Antrag wieder ein Formular ausgefuellt.
Und ich frage mich: wofuer braucht die Regierung gefuehlte zehn Zettel mit den gleichen Angaben? Kann das nicht einfacher gehen? Das ist doch auch fuer uns ermuedent auszufuellen. Ausserdem: wer will das fuer welchen Zweck wo lagern? Bei diesem Papierkram muessten doch bereits riesige Lagerhaeuser existieren – blickt da ueberhaupt jemand noch durch?
Auf jeden Fall muss ich jetzt warten, bis ich im System der Firma erfasst bin, weil es aufgrund dieses Papierkrams so viel einzugeben gibt. Adresse, Steuernummer, Bankkonto, Traffic Controller Lizenz, Driver Lizenz, Visumnummer, White Card, Super Annuation, ..
Das macht aber nichts, denn ich geniesse die Freizeit :D
Hier in Rockhampton (auch bekannt als Rocky) gibt es einen kostenlosen botanischen Garten mit anliegendem Zoo sowie eine Artgallerie (ebenfalls freier Eintritt).
Letztens war dort eine Ausstellung der Nachwuchskuenstler dieser Region. Diese nehmen an einem bundesweiten Wettbewerb teil. Beziehungsweise zuerst werden Sieger einer Region gekuert (verschiedene Kategorien), diese treten gegen andere Regionen an, bis die Staaten gegeneinander antreten. Finde ich eine sehr gute Idee, denn so koennen bereits frueh junge Talente gefoerdert werden. Beeindruckend, was der eine Junge zeichnen konnte! Aus urheberrechtlichen Gruenden werde ich das Foto nicht hochladen.
Die Frau an der Rezeption hat mir einen Ausstellungskalender mitgegeben, werde auf jeden Fall dort haeufiger hingehen.
An einem Abend war ich mit den Maedels aus meiner WG und einigen Jungs am Strand in Yappoon.
An einem anderen Abend war ich feiern :) Es hat echt Spass gemacht, doch ich brauchte zwei Tage um mich von dieser heftigsten Party zu erholen. Zwei komplette Tage! – das ist mir noch nie passiert. Hat schon Vorteile, wenn man in einer Studenten-WG wohnt.
Noerdlich von Rockhampton sind die Capricorn Caves (Cave = Hoehle), die sehr beeindruckend sind. Man musste – aus Sicherheitsgruenden – eine Tour buchen ($27): diese war informativ und gut gestaltet. Die Capricorn Caves sind vor allem durch Wasser geformt worden, das das Gestein ausgetragen hat.
Es gibt Stalaktiten sowie Stalagmiten (Tropfstein) dort – wer die beiden immer durcheinander bringt, folgendend die Mareike-Merk-Methode: StalagMiten wachsen vom Boden hoch (wie bei einem M) und StalakTiten wachsen von der Decke (wie bei einem T). Ich wette, jetzt wirst du das nie mehr verwechseln.
Es ist nicht so leicht, eine Hoehle auf Bildern schoen darzustellen, denn es ist mehr der Eindruck als die nackte Steinwand, die es so beeindruckend macht.
Das folgende Bild zeigt einen kleinen Teil der aeusseren Wand in der Naehe eines Eingangs. Mittig unten koennt ihr einen Riss sehen, der entstanden ist, weil Wurzel versuchen an die Feuchtigkeit in der Hoehle zu gelangen und das Gestein aufbrechen.

Das naechste Bild zeigt einen Ausschnitt mit einer sehr seltenen Pflanze (unten rechts im Bild), die nur an drei Orten weltweit vorkommt. Deswegen wird um diese Pflanze sehr gesorgt – habe jedoch vergessen, wie der Name ist. Es ist auf jeden Fall ein Fahnengewaechs wie man leicht erkennen kann.
Das Highlight dieser Tour war die Chathedral (Kathedrale). Ja, es ist eine tichtige Kirche. In den Capricorn Caves finden Hochzeiten statt. Es gibt Baenke, einen kleinen Altar und die Akustik ist einfach unglaublich.
Besser ausgedrueckt: die Akustik ist fast perfekt. Leider ist ein Durchgang zur naechsten Hoehle vorhanden, so dass sie auf gleichem Level mit dem Sydney Opera Haus ist. Ich selber durfte Halleluja von Jeff Buckley mit dieser fast perfekten Akustik hoeren – es war atemraubend. Hier ist der Link, doch der ist wahrscheinlich bei euch in Deutschland eh gesperrt . Diese ueberragende Soundqualitaet werden ich wohl nicht mehr so oft in meinem Leben hoeren koennen.
Die Capricorn Caves haben mich wirklich sehr fasziniert und moeglicherweise buche ich irgendwann das „Entdeckerpacket“ (2 Stunden). Dann werde ich in einen blauen Overall gesteckt und muss einen Schutzhelm tragen, denn es geht in die „richtige“ Hoehle und nicht „nur“ in die Kathedrale.
Eine weitere (von vielen) Attraktionen hier ist die Heritage Village. Dort wird gezeigt, wie die Menschen frueher gelebt haben, wie es ohne Wasser, Strom, Gas und sonstigen Geraeten war. Damals musste noch so viel mit der Hand gemacht werden. Die Haeuser waren viel weniger isoliert und viel kleiner. Die „ausgestellten“ Haeuser sind keine Nachbauten sondern Originale, die dort hingebracht wurden und instand gehalten werden. Ebenso die Geraete wurden zu der Zeit genutzt und sind bis heute erhalten geblieben und werden gepflegt. Ausserdem konnten alte Autos, Feuerwehrautos, Kutschen und viel mehr bewundert werden.
Da man im Rythmus der Sonne leben musste, war der Tagesablauf komplett anders. Die Arbeiten waren koerperlich intensiver wie z.B Schafe scheren und Kuehe melken.
So sah beispielsweise ein Wohnzimmer aus. Dieses Haus hatte vier Raeume: zwei Schlafzimmer, eine Kueche sowie Wohnzimmer. Mir faellt gerade auf, dass eine Gluehbirne in der Lampe ist, aber die ist da wohl nur fuer die Besucher.

Ausserdem gibt es hier noch ein Dreamtime Center. Dort wird ueber die Aboriginies dieser Region berichtet und ich kann mich im Bumerangwerfen versuchen – vielleicht schaffe ich das ja :P
Dort wollte ich morgen hin und hoffentlich bin ich bald im System um eingeplant werden zu koennen.
Sonnige Gruesse
Mareike



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