Sieben Tage Urlaub an der Müritz. Sieben Tage Vielfalt, bewölktes Wetter und erste Herbststimmung. In diesem Artikel geht es um unsere Reise über die Müritz, den Besuch des luftfahrttechnischem Museum, den Bärenwald und Plau am See. Blick auf die Gegend:

Am ersten vollen Tag haben wir uns auf den Weg über den größten Binnensees Deutschland gemacht: die Müritz. Sie ist 28 km lang und 13 km breit, im Durchschnitt 2-4 m tief und an der tiefsten Stelle 32 m tief. Und wer nun denkt: und was ist mit dem Bodensee? Der ist 5x so groß, nur eben kein Binnensee :) Über 1.5 Stunden dauerte die Tour vom Hafendorf Müritz bis nach Warne.

Die ~35 km zurück sind wir mit unseren Fahrrädern gefahren. Dabei ging es durch den Nationalpark. Einmal ist ein Kampfjet wirklich tief über unsere Köpfe geflogen. Ich konnte das Feuer bzw. die Ruswolke aus dem Düsenantrieb sehen. Das war sehr bemerkenswert und laut! Unsere Fahrräder:

Am zweiten Tag waren wir zunächst im Luftfahrttenischem Museum. Dort gab es originale Kampfjets, Helikopter und weitere Flugzeuge und Bauteile sowie sehr viele Information zur lokalen Geschichte: nach dem ersten Weltkrieg im Geheimen zivil die Luftwaffe aufgebaut wurde. Die Flächen wurden stetig erweitert. Es wurden sogar Siedlungen umgesiedelt. Teilweise wurden die – zuvor umgesiedelten – Häuser aus Übungszwecken zerbombt. Direkt die Chance genutzt zu üben. Blick auf drei Kampfjets:

Nach dem Museumsbesuch sind wir nach Röbel / Müritz und haben den Nachmittag ausklingen lassen. Dort gibt es sehr viele Fachwerkhäuser, was dem Ort einen gewissen Charm gibt.

Am dritten Tage sind wir vormittags in den Bärenwald gefahren. Insgesamt habe ich fünf Bären gesehen. Es ist eine Bärenauffangstation, die vor allem über die Organisation VIER PFOTEN Bären aus unzumutbarer Haltung bekommt. Dort haben die Bären sehr viel mehr Fläche zur Verfügung und es wird darauf hingearbeitet, dass die Tiere „vergleichsweise wie in der Wildnis“ leben können, ergo unter anderem wieder Winterschlaf halten. In Gefangenschaft wird der Winterschlaf oft abtrainiert.

Danach ging es nach Plau am See. Ehrlicherweise war dort wenig los. Wir sind in die Kirche, in einen Burgturm sowie an den Hafen gegangen. Würde ich das nochmal besuchen? Wohl eher nicht. Niedlich sieht es ja aus:

Am nächsten Tag ging es weiter mit einer Kanu-Tour, bei der wir Weisskopfseeadler in freier Natur gesehen haben. Dazu mehr beim nächsten Mal!
Mareike & Tim