Das Licht des Königreichs: Der Cheow Lan See im Khao Sok Nationalpark

Im Khao Sok Nationalpark gibt es viel unberührte Natur. Es wird behauptet, dass die Artenvielfalt höher sein soll als im Regenwaldgebiet des Amazonas. Die Gegend ist geprägt von Gebirgen, Regenwald, Flüssen – und dem größten Wassereinzugsgebiet des Süden Thailands.

Unsere Unterkunft am Rande des Nationalparks:

Aufgrund des Wassereinzugsgebiet interessierte sich die Electricity Generating Authority of Thailand (EGAT) für diese Region. 1980 wurde der Park als Nationalpark ernannt und zwei Jahre später stellte die EGAT den 94 m hohen Ratchaprapha-Damm fertig. Dieser Damm staut den Klong Saeng Fluss auf, was einen 165 km² großen See innerhalb des Parks schafft. Der Damm versorgt den Süden jährlich mit 240 MW Strom. Folglich hat der König den Ort als „das Licht des Königreichs“ genannt.

Blick vom See auf den Damm:

Übrigens wurden die Menschen und Tiere, die in dem Gebiet leben, bestmöglich umgesiedelt. Die (laut Wikipedia) 385 Familien haben Land und Ausgleichszahlungen bekommen. Es konnten sich nicht alle dort lebenden Tierarten an die neuen Bedingungen anpassen.

Blick auf eines der beliebtesten Fotomotive:

Der See Cheow Lan Lake wurde zu einem beliebten Urlaubsziel für Touristen – so sind auch wir hingefahren.

Es war total herrlich – als man die Touristenmassen am Hafen überwunden hatte. Im Nationalpark hat sich alles, zum Glück, verteilt. Anbei ein Video für den Eindruck:

Wir sind mit einem Longtail-Boot gefahren. Nein, genauer waren es vier verschiedene Boote. Dabei sollte es nur eins sein.

Nur der Fahrer ist gegen einen Stein gefahren, als wir nach einer Höhlentour weiter wollten. Als wir beim nächsten Stopp von einem Regenwaldspaziergang zurück kamen, konnten wir nicht zurück auf das Boot. Ein anderes Boot hat uns dann zu einem Pier mitgenommen. Dort sind wir auf das dritte Boot gestiegen, was uns zu unserem Mittagsrestaurant gefahren hat. Von dort ging es – nach Mittagessen, Pause, Kanufahren und Schwimmen – mit dem vierten Boot wieder zurück zum Ausgang. Was für ein Abenteuer. Und auf dem Hinweg hatte unser Busfahrer einen platten Reifen, so dass wir dort auch umsteigen mussten. Lief alles ganz entspannt :)

Unser Mittagsplatz auf einem schwimmenden Restaurant:

Nebenan waren Unterkünfte, die man buchen kann. Eine Nacht kostet nur 400€! Nur man selber, seine Nachbarn und der See.

Neben dem See sind weitere Sehenswürdigkeiten der Khao Sok Nationalpark selbst und das sogenannte Little Amazon. Auf beides gehe ich nacheinander ein.

Unsere Unterkunft war direkt am Eingang des Nationalparks. Folglich waren wir dort spazieren. Spazieren trifft es übrigens richtig gut, weil die Wege breit und gut begehbar waren. Wir haben wilde Affen entdeckt!

Es handelt sich um den Südlichen Brillenlangur. Wir haben drei Exemplare gesehen: Mutter und Vater mit Kind.

Anbei ein Video:

Das Ende vom zugänglichen Wanderweg ist ein Wasserfall. Danach darf man nur noch mit Guide weiter wandern.

Im sogenannten Little Amazon haben wir eines Nachmittags eine Kanufahrt gemacht. Wir saßen im Kanu und unser Guide hat gepaddelt. Es war eine sehr schöne Tour:

Wir konnten viele Tiere sehen wie einen Eisvogel, eine Eule, andere Vögel, einen Waran und Schlangen – nur letzteres habe ich nie entdeckt. Die Schlangen verstecken sich so gut! Anbei ein Vogel:

So ging unsere Zeit im Khao Sok Nationalpark und Umgebung vorbei. Es ging weiter nach Khao Lak.

Mareike & Tim

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