Singapur – herzliches Willkommen in der Löwenstadt

Am 31. August sind wir nachmittags in Singapur gut gelandet und hatten 1,5 Tage um den Stadtstaat zu erkunden. Im Folgenden gehe ich auf die Highlights ein, wobei zuerst die bekannten Attraktionen und später die „Geheimtipps“ vorgestellt werden.

Der Name Singapur soll sich aus den Namen Singha (Löwe) und Pura (Stadt) zusammen setzen, was so viel wie Löwenstadt bedeutet. Es gibt übrigens keine echten Löwen, sondern es hat sich geschichtlich so ergeben. Folglich findet man Löwensymbole an vielen Stellen, wie auch bei dem Wahrzeichen der Stadt: Merlion. Es handelt sich um ein Fabelwesen mit Löwenkopf und Fischkörper. Der bekannte Merlion-Wasserspeier sieht wie folgt aus:

Im Hintergrund ist das bekannteste Resort/Hotel Singapurs zu sehen: das Marina Bay Sands auf der Halbinsel Marina South. Es ist ein Wahrzeichen der Stadt geworden und besteht aus drei Hochhäusern mit je 55 Stockwerken. Quer über die Hoteltürme erstreckt sich ein 340 Meter langer öffentlicher Dachgarten und ein 146 Meter langer (Infinity) Pool. Von unten sieht die gigantische Konstruktion wie ein Boot aus. Übrigens, die Halbinsel Marina South ist aus einem Landgewinnungsprojekt entstanden, das in den 1880er gestartet wurde.

Ebenfalls auf der Halbinsel, von der Innenstadt betrachtet hinter dem Marina Bay liegt der „Gardens by the Bay“. Dort befinden sich u.a. die bekannten Supertrees mit der Supertree Grove. Die 18 futuristischen, künstlichen Bäume sind pflanzenbewachsene Stahlkonstruktionen, die zudem verschiedene technische Funktionen (Stromerzeugung über Photovoltaikmodule, Sammlung der Niederschläge zur Bewässerung, Abluftauslass für die nahen Gewächshäuser) erfüllen. Gleichzeitig ist es ein Veranstaltungsort, an dem es nächtliche Licht- und Musikshows gibt. Wir durften auch eine Show mit Musik aus Singapur erleben. Im Gardens by the Bay kann man außerdem Ausstellungen in den dort gebauten Doms besuchen, vielfältige Köstlichkeiten genießen, auf Spielplätzen unterwegs sein, am Wasser spazieren gehen und so viel mehr. Es ist aus gutem Grund ein beliebtes Touristenziel.

Eine weitere beliebte Gegend ist Clarke Quay sowie angrenzende Gebiete. Clarke Quay zeichnet sich durch ursprüngliche Kolonialbauten der Briten aus. Wir sind dort durch die Gegend geschlendert. Außerdem fand gerade das Night Festival in Singapur statt, wodurch an vielen Ecken Lichtinstillsationen und andere Aktionen aufgebaut waren.

In der Nähe sind wir zum Geheimtipp, der Long Bar, gegangen. Dort wurde der Cocktail namens Singapur Sling erfunden. Für mich ist er ein Cocktail für die Emanzipation der Frau. Frauen durften damals (=1915) öffentlich kein Alkohol trinken. Und der dortige Barkeeper hat einen Cocktail erfunden, der ein „Fruchtsaft“ auf erstem Blick sein könnte. So konnten auch Frauen das Getränk genießen. Wesentliche Zutaten sind Gin, Curacao, Grenadine, Ananassaft und Limettensaft. Mit 35€ war das mein bisher teuerster Cocktail im Leben. Was man nicht so alles macht…

In Singapur haben wir noch zwei weitere Attraktionen besucht: den Buddha Tooth Relict Temple und den National Orchid Park im Botanischen Garten.

Der Buddha Temple war sehr prunkvoll eingerichtet. Durch unsere vielfältigen Tempelbesuche in Indonesien werden wir wohl eher weniger Tempel in diesem Urlaub besuchen. Eine leichte Sättigung hat bei mir eingesetzt.

Den Besuch im National Orchid Park kann ich sehr empfehlen. Dort gibt es so viele Orchideen in allen möglichen Farben, Formen und Größen. Einfach unglaublich. Die Hitze in Singapur macht das gehen etwas anstrengend. Deswegen haben wir regelmäßig Pausen gemacht, uns abgekühlt und wir sind verhältnismäßig langsam unterwegs.

Singapur hat uns herzlich willkommen geheißen. Es ist eine lebendige Stadt, in der es sehr sauber ist. Es liegt fast kein Müll in der Gegend! Uns hat es dort sehr gut gefallen. 1.5 Tage sind etwas knapp. Für jemand, der noch nicht da war, würde ich eher 2 bis 3 Tage einplanen (3 Tage auf jeden Fall, wenn die Night Safari im Zoo gemacht werden möchte).

Singapur vereint viele europäische als auch asiatische Aspekte. Immerhin hat der Stadtstaat es geschafft, innerhalb einer Generation von einem Entwicklungsland zu einer Industrienation aufzusteigen. Folglich gilt Singapur als sogenannter Tigerstaat (neben ursprünglich Südkorea, Taiwan, Hongkong).

Von Singapur haben wir uns am 01. September auf nach Borneo, Malaysia gemacht. Wie es dort ist, berichte ich im nächsten Artikel.

Mareike

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