Auf Bali allgemein – und in der Region, wo wir waren – wird viel Reis angebaut. Für den effizienten Anbau werden Reisterrassen verwendet. Diese Terrassen werden stetig mit frischem (Quell-)Wasser versorgt, in denen der Reis wächst. Die Terrassen können je nach Wachstums- oder Erntephase anders aussehen.
Der Reisanbau folgt grob folgenden Schritten. Die Terrassen werden für die Aussaat vorbereitet. Dies kann mit Körpereinsatz, klassisch mit Ochse und Pflug oder motorisiert passieren. Bei unserer Unterkunft hat jemand beispielsweise die Felder mit Füßen und so einer Art Spaten vorbereitet.

In die vorbereiteten Felder werden Reiskörner ausgesät. Diese Körner werden zu Pflanzen.

Die Pflanzen wachsen je nach Sorte unterschiedlich hoch weiter. Auf dem Bild unten ist eine Reisterrasse dargestellt, in der der Reis gerade grün ist und wächst. Man kann richtig schön die typischen Abstufungen in einer Reisterrasse sehen. Die Stufen sind dazu da, dass jedes Feld frisches Wasser bekommt.

Der Reis wächst weiter und bildet Getreidekörner aus. Auf dem Bild sieht man eine eher hoch wachsende Reissorte mit Getreidekörnern. Die Farbe ändert sich von grün zu gelb.

Wir waren an unterschiedlichen Tagen bei den Jatiluwih und Tegallalang Reisterrassen, die zu den UNESCO Weltkulturerben gehören. Dort wurden unterschiedliche Reissorten angebaut, die unterschiedlich geerntet wurden. Die Ernte erfolgt jeweils händisch.
Bei den Jatiluwih Reisterrassen wurde der Part mit den Reiskörnern gesammelt und in Büscheln zum Trocknen in die Sonne gelegt.

Die getrockneten Getreidestränge werden dann vor Ort „ausgeschlagen“. Danach folgt die Trocknung der Reiskörner selber.

Im nächsten Schritt werden die getrockneten Reiskörner abtransportiert und maschinell die äußere Schale der Reiskörner entfernt. Dann kann verpackt werden.
Bei den Tegallalang Reisterrassen wurden die Reiskörner direkt aus den frischen Getreidesträngen ausgeschlagen. Die werden dann getrocknet, um sie maschinell weiter zu verarbeiten und zu verpacken.

Bei beiden Reisterrassen wurden verbliebenden Pflanzenteile auf den abgeernteten Reisfelder zunächst getrimmt und getrocknet. Danach werden das Reisfeld und die übrigen Pflanzenteile angezündet. Die Kohle ist Dünger für den nächsten Reisanbau.

Vor allem die Jatiluwih Reisterrasse ist prächtig und einen Besuch wert. Bei den Tegallalang Reisterrassen hatte ich den Eindruck, der Anbau wird hauptsächlich für Touristen erhalten. Nichtsdestotrotz fand ich es sehr spannend zu sehen, wie eines unserer Hauptnahrungsmittel angebaut wird.
Mareike