Nach zwei erlebnisreichen Wochen in Java ging es für uns mit einer Fähre nach Bali. Als die Fähre abgelegt hat, schwammen Kinder direkt neben der Fähre im Wasser. Passagiere haben Geld herunter geworfen, so dass die Kinder das Geld gefangen oder danach getaucht haben. Das ist wirklich verrückt – anderes Land, andere Sitten.
Auf Bali wollten wir uns zunächst erholen, wandern, balinesisch kochen und Tempel sowie Gärten besuchen. Zu jeder der Aktivitäten folgt ein Absatz. Übrigens, die Insel Bali ist eine ganz andere Welt als die Insel Java, alleine schon aufgrund der unterschiedlichen Religionen (Islam und Hinduismus).
Wir hatten eine entspannte Unterkunft zwischen Reisfeldern in der Nähe von Munduk gebucht. Dort haben wir uns von den nächtlichen Aktivitäten und Vulkan-Wanderungen erholt. Das Wetter war verhältnismäßig kühl, weil wir in bergiger Landschaft lebten. Mittags konnten wir zur Abkühlung in den Pool springen. Das Essen war bei der Unterkunft auch wirklich lecker – klassisch und einfach gut gekocht. Der Hund vor Ort namens Snow hat uns häufiger besucht und sogar beim Kochkurs begleitet (gleich kommt mehr dazu). Das Personal war super freundlich und herzlich, was mir sehr positiv in Erinnerung geblieben ist. Sie haben uns Reisetipps gegeben, wie wir die Umgebung am besten erkunden können.

Es gibt einige Reisterrassen in der Nähe. Reisanbau bedeutet, es gibt viel Wasser – und viele Wasserfälle. Wir haben einige Wasserfälle gesehen, als wir durch den Dschungel gewandert sind. Nur da wir beim Tempak Sewu Wasserfall waren, kommen uns alle weiteren Wasserfälle klein und unspektakulär vor (die Geschichte dazu hier: https://mareikesblog.de/2023/06/10/erdbeben-wasserfall-abenteuer-und-gruesse-vom-vulkan-bromo/).

Wie auf Java haben wir auch auf Bali einen Kochkurs besucht. Die balinesische Küche unterscheidet sich von der javanesischen Küche, nur frage mich bitte nicht nach den Details. Generell schmeckt mir indonesisches Essen sehr gut! Hier gibt es so viele leckere, frische Gewürze. Es wird oft mit Knoblauch, Schalotten, Ingwer, Limetten(blätter und -saft), Kurkuma, Zitronengras, schwarzem Pfeffer, Salz, braunem Zucker und Chili gekocht. Die Zubereitung der frischen Gewürze erfolgt mit Mörser und Stößel. Teilweise wird sogar rohes Fleisch zerstoßen und mit den Gewürzen gemischt. Fleisch habe ich noch nie so verarbeitet – ist an sich echt praktisch. So werden die Gewürze gut verteilt.

In der Nähe von Munduk ist der Pura Ulun Danu Beratan Bedugul Tempel, den ich unbedingt sehen wollte. Es ist eine Tempelanlage direkt am See. Das Motiv ist auf den alten 50.000 IDR Scheinen aufgedruckt. Guck ihn dir an, ist er nicht toll anzusehen?

Nicht weit entfernt vom Tempel ist der „blühende Garten“ oder auf Englisch „the blooming garden“. Es ist ein sehr gepflegter Garten, der voller Details und Gestaltungslust ist. Besonders spektakulär fand ich die Statue der Reisgöttin Dewi Sri.

Reis ist auf Bali wirklich ein großes Thema. In diesem Artikel gehe ich noch nicht auf Reisterrassen und den Reisanbau ein. Das folgt im nächsten Artikel, da wir morgen zu einer weiteren Reisterrasse fahren wollen. Dann kann ich besser davon berichten.
Mareike