Morgen verlassen Mama und ich die Südinsel und ich habe das als Anlass genommen, den zweiten Artikel zu verfassen.
In Charleston haben wir zwei Tage in einer Eco-Lodge verbracht. Von dort sind wir nach Punakaiki aufgebrochen, das für die sogenannten Pancake Rocks und Blowing Holes bekannt ist. Der Kalkstein wird dort so abgetragen, dass es so aussieht wie ein Haufen gestapelter Pfannkuchen.

Bei Blowing Holes wird Wasser (vor allem bei Flut) so durch Gesteinsspalten gedrückt, dass es in die Luft gespritzt wird. Das ist sehr unterhaltsam anzuschauen.

Von Charleston sind wir über den Arthurs Pass nach Christchurch gefahren. Auf dem Weg haben wir die erste Tagesetappe des Coast2Coast-Event erlebt, bei dem Teilnehmer die 250 km lange Strecke von Greymouth bis Christchurch laufend sowie Fahrrad und Kayak fahrend absolvieren. Es gibt sogar Teilnehmer, die das innerhalb eines Tages schaffen (!!).

In Christchurch haben wir einen Freund von Freunden meiner Mutter getroffen, der einen Nachmittag mit uns in der kleinen Touristengegend Akarora verbracht und sogar ein Picknick organisiert hat. Es war sehr toll!

Abends waren wir noch in Christchurch und haben uns die vom Erdbeben beschädigte Stadt angesehen. Das schwere Erdbeben war 2011 und die Folgen sind weiterhin sichtbar. Dadurch, dass so viel zerstört wurde, werden weite Teile der Stadt neu geplant.


Von Christchurch sind wir weiter nach Kaikoura gefahren. Auf die Aktivität dort habe ich mich bereits seit Dezember gefreut, als ich es gebucht habe: mit Delfinen zu schwimmen. Die Gegend hat ganzjährige Delfin- und auch Walpopulationen, weil die Küste so stark abfällt und gleichzeitig genügend Plankton vorhanden ist. Wir haben hunderte wilde Delfine gesehen, die ums Boot und um uns Schwimmer geschwommen sind. Mama war „Beobachterin“ während ich „Schwimmerin“ im Wasser war.

Außerdem haben wir weitere wilde Tiere am Ufer beobachten können.


Nach der Bootstour sind wir sechs Stunden (über 300 km) weitergefahren, da wir am nächsten Tag eine dreitägige Wanderung im Abel Tasman Nationalpark starten wollten. Nach umfangreichen Vorbereitungen (es muss auf den Great Walks alles mitgenommen werden) konnten wir trotz Waldbrand in der Nähe starten (es hat in der Gegend seit Weihnachten nicht mehr geregnet). Und was soll ich sagen? Es war atemberaubend schön!





In den drei Tagen hatten wir blauen Himmel, goldene Strände und grüne Natur. Danach haben wir uns erstmal in Waitapu Springs in einem liebenswerten Bed und Breakfast mit Spa erholt.

Außerdem waren wir am Wharariki Beach und am Farewell Spit, die am nordwestlichen Punkt der Südinsel sind. Ersteres ist ein malerischer Sandstrand (mit herumspielenden Seehundbabies) und zweiteres ist eine sehr lange Landzunge, die wir aus einem Café bestaunt haben.



Am nächsten Tag sind wir morgens zur Pupu Quelle gefahren, die eines der klarsten Wasser der Welt heraufbefördert. Destilliertes Wasser (ohne weitere Bestandteile) hat eine maximale Sichtweite von 83 m und die Quelle hat 62 m.

Von dort aus sind wir weiter nach Nelson, wo wir einen „Stadttag“ verbracht haben. Wir waren unter anderem in einer Kunstgalerie, bei der Kathedrale (Wahrzeichen der Stadt) und in einer Bar (mit neuseeländischem Bier).


Von Nelson sind wir heute zur Anakiwa Lodge weitergefahren, damit wir morgen einen kurzen Weg zur Fähre haben. Dann haben wir die vier Wochen auf der Südinsel mit vielen Erlebnissen und bei besten Wetter genießen können. Wir sind gespannt, wie Wellington, die Hauptstadt Neuseeland, uns begrüßt und ob wir dieses Mal das Tongariro Crossing schaffen. Wie es war, schreibe ich im dritten und letzten Urlaubsbericht. Bis dahin freuen wir uns auf eine schöne letzte Woche.
Mareike
