Im Südwesten unterwegs – Teil 2

In ein paar Stunden werden wir uns auf den Heimweg nach Deutschland machen. Davor möchte ich Euch von unseren letzten Tage berichten. Zu allererst ein kleiner Überblick über unsere Route: in hellblau ist der Fahrtabschnitt dargestellt, der im vorherigen Artikel thematisiert wurde; im zweiten Teil möchte ich auf den dunkelblauen Weg eingehen.

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In Page haben wir den Antelope Canyon gesehen: umwerfend schön. Auch Windows und National Geography fanden den Canyon so schön, dass Bilder davon als Hintergrundbild verwendet werden.

Der Antelope Canyon ist ein Slot-Canyon – ein Spalten Canyon. Deswegen sieht er von oben relativ unspektakulär aus.

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In seinem Inneren ist es eine eigene Farbenwunderwelt:

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Des Weiteren hat uns die Führerin verraten, dass etwas aus dem neuen Starwars Film im Canyon gedreht wurde und es mit dieser Gesteinsformation zu tun hat: es ist ein Gesicht

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Diese Bilder stammen aus dem Lower Antelope Canyon, der vor allem morgens zwischen 9 und 11 Uhr sowie späterem Nachmittag wunderschön aussieht. Im Gestein sind kleine Kristalle, die bei starker Sonneneinstrahlung das Licht reflektieren und somit die Farben „auslöschen“.

Von Page sind wir zum Grand Canyon gefahren – endlich war es soweit. Der Ort, an dem ich schon sehr lange sein wollte, lag nur noch 1.5 Fahrtstunden entfernt… und er hat mich nicht enttäuscht.

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Der Grand Canyon wurde durch den Colorado River geformt. Dies war nur möglich, weil – soweit ich das verstanden haben – das Colorado Plateu durch plattentektonische Aktivitäten angehoben wurde.

Heutzutage gibt es zwei große Dämme entlang des Flusses (Hoover Damm und Glen Canyon Damm) und über 43 Millionen Menschen, die das Wasser des Flusses nutzen. Der Colorado River erreicht übrigen nicht mehr den Ozean.

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Im Grand Canyon selber gibt es nur zwei Möglichkeiten zu übernachten: Bright Angel Campside oder die Phantom Ranch. Letztere kann man 13 Monate im vorraus buchen und als ich dort im September für Oktober angefragt habe, fragte mich der Ranger, für welchen Oktober ich buchen möchte. Ich fühlte mich ausgelacht. In unseren Reiseführern stand, dass bei der Bright Angels Lodge in Grand Canyon Village noch Plätze vergeben wurden (falls storniert wurde). Ich wollte es kaum glauben, doch es gab noch zwei Schlafplätze in einem 10-Betten Frauenschlafsaal! Dazwischen lag zwar noch ein weiterer Tag, doch wir hatten keine Pläne und haben den Tag dazwischen in Flagstaff verbracht.

Mama hatte an diesem Tag Geburtstag und wer sie gut kennt, der weiss, dass sie Herbstlaub liebt. Deswegen haben wir einen Tag in einem sehr goldenen Aspen-Forest  (Espenwald) verbracht.

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Es war sehr schön und Mamas amerikanischer Herbst – wenn sie schon den deutschen verpasst.

Am Tag darauf ging es früh morgens mit gepackten Rucksäcken zum Grand Canyon. Wir sind den South Kabib Trail vom Südrand zur Phantom Ranch gewandert, was knappe 1500 Höhenmeter sind.

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Ein besonderes Erlebnis war die Sicht eines Condors, der direkt über uns geflogen ist! Auf der Welt gibt es ca. 400 Stück davon, wobei 75 davon in Arizona sind (Vgl. Informationsschild hinter dem Foto).

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Nach einem langen, steilen und sehr schönen Weg haben wir endlich den Colorado River gesehen. Vom Rand ist er nämlich kaum zu sehen.

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Unten im Canyon ist ein kleines Paradis. Es war sehr schön dort. Eigentlich wollte ich Sterne beobachten, jedoch war der Mond so hell, dass trotz wolkenfreiem Himmel wenige Sterne zu sehen waren. Der Sonnenuntergang war sehr schön, auch wenn die Sonne schon nachmittags „untergeht“.

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Im Hochsommer möchte ich nicht unbedingt hier wandern gehen, denn es kann sehr heiss sein!

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Wie wird eigentlich das Material vom Rande des Canyons runtertransportiert? Das war eine Frage, die ich mir gestellt hatte. Es gibt keinen Materiallift, sondern alles (ausser Strom und Wasser) wird mit Maultieren transportiert.

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Am nächsten Morgen sind wir den Bright Angel Trail wieder zum Südrand hochgewandert.

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Dort war es sehr schön und zum Glück lagen viele Teile im Schatten. Der Weg führte entlang vieler Quellen, es war viel grüner als beim South Kabib und die Qualität des Weges war viel, viel besser. Der Grand Canon türmt sich links, rechts und vor dir auf.

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Es gab sogar Wasserstellen auf dem Weg, so dass wir anstatt 4 Liter nur noch 1 Liter tragen mussten (den wir auffüllen konnten).

Die Zeit am Grand Canyon hat mir sehr gut gefallen. Ich wollte dort immer schon mal hin und ich habe es sogar mit einer Übernachtung geschafft. Das ist besonders. Erschöpft sind wir wieder am Südrand hochgekommen.

Von der Grand Canyon Village sind wir teilweise entlang der historischen Route 66 zu einer Ranch gefahren – wir wollten immer schon mal auf einer übernachten.

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Wir haben auch in einem typischen Diner/ Cafe an der Route 66 gegessen. Man beachte die deutschen Kennzeichen.

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Über airbnb findet man günstige und gute Unterkünfte – keine Schleichwerbung, wie zum Beispiel diese Ranch. Es war sehr besonders dort und wir haben uns von den anstrengend zwei Tagen erholt. An zwei Tagen 1500 m runter und wieder rauf ist eine nicht zu unterschätzende Belastung. Wir haben auf dem Weg welche getroffen, die von „Rim to Rim to Rim“ laufen!! Verrückte Menschen gibt es. Normalerweise wird einem stark davon abgeraten, an einem Tag zum Colorado River und zurück. Von Rim to Rim bedeutet, beispielsweise am Südrand starten und am Nordrand hochkommen. Die starten am Südrand, gelangen zum Nordrand und laufen wieder zum Südrandrand. Das Ausmaß ist unvorstellbar – die Entfernung zwischen den Rändern sind fast 24 milen (hängt natrlich auch vom Weg ab) -knappe 38.5 km. Rim to Rim to Rim sind also fast 80 km mit jeweils zwischen 1300 bis 1500 m Höhenunterschied.

Zurück zur Ranch: sie war sehr schön. Die Rolläden sind unten, weil es sehr heiß ist und so das Haus kühler bleibt.

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Von dort sind wir weiter nach Los Angeles gefahren, was unsere letzte Station sein sollte.

Natürlich haben wir das bekannte Hollywood Schild gesehen. Wir sind knappe 3 Stunden dorthin gewandert. (…)

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In L.A. sind die meisten Häuser einstöckig, bis auf mehrere Zentren. Im folgenden Bild sieht man den Blick vom Hollywood-Schild auf die Stadt.

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Die Stadt ist riesig und der Verkehr ist bekannterweise sehr anspruchsvoll. Natürlich sind wir auch zum Walk of Fame gefahren. Die Sterne sind „überall“ entlang des Hollywood Boulevard, weswegen es nicht wirklich besonders für mich war. Die meisten Namen kannte ich sowieso nicht.

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Als Abschluss es Tages sind wir nach Venice gefahren. Der Strand ist sehr bekannt und wir konnten uns erholen. Mit der langen Küstenlinie hat L.A. ein Erholungsgebiet für die Anwohner direkt vor der Tour.

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Am Abend ging es nach Hause. Eigentlich wollten wir die Zeit am letzten Morgen ebenfalls am Strand verbringen, doch es hat geregnet. Unsere Gastgeberin meinte, es regnet vllt drei mal im Jahr. Na dann – und uns hat es natürich erwischt.

In knappen zwei Stunden werden wir das Auto abgeben und von L.A. über Paris nach Hamburg fliegen. Ich habe mir schon den Wetterbericht angeschaut. Regen, 10°C. Bei den Bedingungen wird mir bewusst, wie lange ich weg war. Es wird Zeit, nach Hause zu kommen.

Mareike

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