Go Cougs!

Wie bereits angekündigt, wollte ich einen Artikel über Sport in der USA veröffentlichen. Im Allgemeinen sind die bekanntesten Sportarten Football, Basketball und Baseball. Des Weiteren wird gerne Fußball, Volleyball, Softball und Hockey gespielt.

Am Samstag, den 03.09, war ich bei meinem ersten (und wohl einzigen) Footballspiel. Der gesamte Arbeitskreis war dort, denn wir wurden eingeladen. Hier in Pullman spielen die Cougars. Ein Cougar ist auf deutsch ein Berglöwe. Hier in der USA ist der Sport mit Bildungseinrichtungen so stark verflochten, dass der gesamte Campus den Berglöwen (Cougar) als Wappen hat.

Sport und Universität beeinflussen sich gegenseitig. Die Mannschaften einer Universität sind ein Erkennungszeichen und die Uni ist die Identifikation für die Mannschaft. Das wäre so als wenn der FC Bayern München und die TU München unausweichlich verbunden sind (Werbung, Symbol, Farbe, Identifizierung..). Geschätzt tragen hier jeden Tag 10 % aller Studenten Cougar-Kleidung. Der Campus ist eingetaucht in das Rot vom Wappen: mindestens jede 100 Meter befindet sich eine Flagge, Aufschrift oder was auch immer.

Je besser ein Spieler zu Highschoolzeiten war, desto eher besteht für ihn die Chance an eine renommierte Uni zu kommen (mit gutem Team). Diese Spieler bekommen meistens ein Stipendium, das die Unigebühren (bedenke:die sind hoch) deckt. Und des Weitere  ist es so, dass je besser die Mannschaft ist, desto mehr Studenten wollen an die Uni, damit sie in dem Team spielen können, was das einzige Sprungbrett in die Profiklasse darstellt. Dazu später mehr.

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Das Spiel fand im Martin-Stadium statt, welches sich auf dem Campus befindet. Weil die Mannschaft so erfolgreich war, konnten einige Tribünen erweitert werden. Die Cougars spielen in der Pac-12-Liga, was die höchste nationale Universitätsliga ist. Es gibt viele Ligen, so viele Ligen, die auch regional begrenzt sind, dass ich das allgemein nicht widergeben kann. Fest steht ist, dass die Mannschaft sehr erfolgreich ist – viel durch Ticketverkauf, Fansshops und Fernsehrechte einnimmt. Das einzig stark diskutierte daran ist, dass die erfolgreichen Spieler kein Geld damit verdienen! Sie machen den Sport freiwillig und bekommen teilwese das erwähnte Stipendium. Im Vergleich dazu verdient der Trainer 2 Millionen Dollar. Momentan ist es gegen das Gesetz, wenn Sportler in Universitätsmannschaften Geld verdienen.

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Die ersten Hardcore-Fans sind bereits am Donnerstag angereist und übernachteten in ihren Campervans/ Wohnwagen. Ich nehme an, dass ist ein ähnliches Fanverhalten wie es auch in Deutschland vorkommt.

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Ich habe mir das Spiel der Washington State Cougars gegen die Eastern Washington Eagles angesehen. Funfakt: die Lübecker Footballmannschaft nennt sich auch Cougars.

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Ungefähr eine viertel Stunde vor dem Spielbeginn hat die Marching-Band der Universität ihren Auftritt gehabt. Gerne hätte ich das Video hochgeladen, doch ich habe kein Premium-Account.

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Das Spiel begann und 5 pm und endete um 8.30 pm – Ja für 4 x 15 Minuten (vier Quarters) Spielzeit war ich 3.5 Stunden im Stadion. Ich wurde vorgewarnt, dass diese Spiele sehr lange dauern können – so lange hatte ich trotzdem nicht erwartet. An sich war das Spiel garnicht so langweilig; zumindest habe ich die Regeln weitestgehend verstanden (kannte vorher bereits einige) und es gab einige Touchdowns. Es wurde zum Ende sehr kalt, denn nach Sonnenuntergang fällt die Temperatur sehr stark.

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Was natürlich nicht fehlen durfte sind Cheerleader! Jedes Team hat seine eigenen Cheerleader mitgebracht, die die ganze Zeit (!) die Masse angefeuert und unterhalten haben.

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Das Spiel war ein schönes Erlebnis und ich war gerne dort. Irgendwie musste ich während meines Praktikums auch zu einem Football Spiel – wenn ich schon mal hier bin und die Mannschaft so wichtig ist. Leider haben die Cougars mit 45:48 verloren.

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Wenn man ein professioneller Footballspieler sein möchte, so muss man ein sehr erfolgreicher Footballspieler in der Universitätsliga sein. Es gibt kaum Sportsvereine in der USA, wie es bei uns in Deutschland üblich ist. Hier läuft jeglicher Sport über Highschools, Collages und Universitäten. Deswegen muss für eine Sportskarriere der Weg über den Unisport gewählt werden.

Mareike

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