Silvester in Sydney, Surfen, Schnorcheln, Krokodilfarm, Auto verkauft

Die letzten zwei Wochen waren für mich aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen frei. Im Zeitraum vom 20.12 bis 06.01 (?) darf kein Verkehr gestoppt werden (Ausnahmen unter bestimmten Bedingungen möglich) und somit gibt es keine Arbeit.

Diese freie Zeit habe ich sehr genossen. Ein Wochenende war ich in Airlie Beach und habe feiern können und danach bin ich ins Outback (siehe Artikel).

Diesen Artikel habe ich wie eine Art Tagebuch gestaltet, weil jeder Tag war einzigartig und besonders.

Am 27.12 bin ich nach Agnes Water gefahren, weil ich surfen lernen wollte. Der Preis für einen dreistündigen Kurs war 17 Dollar – sehr günstig. Die Theorie haben wir gelernt und danach ging es ins Wasser. Für Anfänger war es zu stürmisch und es waren zu viele Menschen im Wasser. Wenn ich auf dem Brett stand, musste ich wieder runterspringen, weil irgendwer im Weg war. An sich hat mir das echt Spaß gemacht:D.
Das wichtigste am Surfen ist wohl das Timing: wann stehe ich auf. Am Anfang ist es reine Übung aufzustehen. Die Könner springen vom Liegen in die Standposition,die Anfänger stehen vorsichtig auf (Gleichgewicht zu halten ist nicht einfach). Am Ende des Kurses waren meine Arme blutig aufgeschürft (vom Sand und Salzwasser). Das tat wirklich weh. Die einzige mit solch einer Verletzung war ich nicht, andere hatten auch Stellen am Arm und teilweise am Bauch.

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Am 28. habe ich entspannt ausgeschlafen (Surfen war anstrengend), einen Film geguckt (das dritte mal in mehr als 5 Monaten) und einiges geplant, gebucht und geregelt (unter anderem meine Tagestour nach Great Keppel Island).

Am 29. war ich das erste Mal shoppen. Nach 5 Monaten war es Zeit für Erneuerung. Ich habe mir neue Schuhe und zwei T-Shirts gekauft. Mit meinem Bestand an Kleidungsstücken komme ich sehr gut zurecht.

Am 30. Dezember war ich im Byfield National Park. Die Besonderheit des NP ist, dass dort Tannen wachsen. Es war ein schöner Ort, doch uns (ich und jemand weiteres) war es zu heiss (40’Grad). Deswegen sind wir zur Krokodilfarm gefahren.

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Wir waren bei der „Koorona crocodilefarm“ in der Nähe von Yappoon. Diese Farm umfasst 4.000 Krokodile. Das ist eine enorme Anzahl, vor allem wenn man bedenkt, dass 30 Jahre zuvor nur 3.000 im gesamten Northern Terretory waren.
Wir haben gesehen, wie Eier aus einem Krokodilnest genommen und wie die Mutter eingefangen, gehalten und freigelassen wurde.

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Eine unglaubliche Kraft steckt in einer Mutter, die ihren Nachwuchs beschützen will.

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Außerdem haben wir mehrere Krokodilfütterungen gesehen und am Ende durfte ich ein Babykrokodil halten. Es war ein schöner Tag und ich habe einiges gelernt.

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.. und schon saß ich am 31. morgens im Flugzeug nach Sydney mit Zwischenstopp in Brisbane.
Über Sydney hatte ich heftigste Turbulenzen. Mir war so schlecht. Es wurde schlimm, als wir noch eine Runde über Sydney drehen mussten, weil das Flugzeug zu nah an der Landebahn war. Rechts, links, oben, unten, alles durchgeschüttelt.

Blick aus dem Flugzeug zum Opernhaus und zur Brücke:

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Nach einigen Missverständnissen habe ich Maya in Sydney endlich gefunden. Sie, ihr Bruder und einige Backpacker hatten die beste Position für ein schönes Feuerwerk reserviert. Wir saßen in der ersten Reihe mit Blick auf die Harbour Bridge und das Opernhaus.

Zuerst kam das Kinderfeuerwerk, dann eine Bootsparade, später das peinliche einminütige Telstrafeuerwerk (Telstra ist der größte Telefonanbieter) und schon war es Mitternacht. Wir konnten es kaum erwarten. New Years Eve in Sydney und wir sind dabei :D. Das Video lade ich hoch, wenn ich im WLAN bin (möglicherweise in 10 Tagen).

Das Feuerwerk war fantastisch und wird uns immer in Erinnerung bleiben. Viele haben sich beschwert, dass es nur 12 Minuten lang war, doch man muss bedenken, dass man bereits aus unserer Position fünf Feuerwerke (und zusätzlich das auf der Brücke) gesehen hat (5*12 ist auch eine Stunde). Die Kosten müssen unglaublich sein.

Unser Start ins Jahr war gut. Erst als wir den Autoschlüssel nicht mehr finden konnten, kippte die Stimmung – und es gab keinen Ersatzschlüssel. Mitten in der Nacht haben wir das Auto geknackt um einen Schlafplatz zu haben.
Am nächsten Morgen hat einer der andere Backpacker den Schlüssel „gefunden“ beziehungsweise bestimmt nachts betrunken eingesteckt. Was lernt man daraus: einen Ersatzschlüssel anfertigen lassen.

Auf dem folgenden Bild sieht man die Campervans nebeneinander (alles Deutsche).

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Die nächsten Tage habe ich mit Maya und ihrem Bruder im Süden Sydneys verbracht. Wir waren schwimmen, sind vom Steg gesprungen und hatten eine tolle Zeit. Es ist unglaublich schön, wenn man Zeit mit engen Freunden verbringt :).

Am 3.1.14 bin ich abends wieder in Rocky gelandet und Stefan hat mich bereits am Flughafen erwartet.
Dieses Bild vom Sonnenuntergang in Brisbane am Flughafen:

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Stefan ging auf meine Schule (Parallelklasse), jedoch nur bis zur 10. Klasse. Warum er extra nach Rocky geflogen ist, erfaerst Du spaeter. Da es bereits spät war, haben wir uns schlafen gelegt.

Am 4.1 sind wir morgens nach Yeppoon gefahren, weil dort unser Schiff für den Tagesausflug abgelegt hat. Diese Bootstour habe ich bereits eine Woche vorher gebucht. Vom Hafen sind wir nach Great Keppel Island gefahren. Entlang des Riffs hatten wir eine Glasbottomboattour und wird konnten die Korallen sowie Fische bestaunen.

Zurück am Strand hatten wir Freizeit. Der Strand war so schön weiß und weich, jedoch hat man sich die Füße fast verbrannt. Da hier momentan eine Hitzewelle haben, war es um die 39`C heiss. Auf dem Wasser hat man es (zum
Glueck) nicht wirklich gemerkt.

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Später hatten wir Mittagessen auf dem Schiff und wir haben unsere Schnorchelausrüstung bekommen. Ab ging es ins Wasser. Da Hochwasser bzw. Flut war, hatten wir einen großen Abstand zu den Korallen. Wenn ich getaucht bin, konnte ich die wahre Schönheit des Riffs sehen. Das Wasser absorbiert das Licht, deswegen sieht ein Riff niemals so aus wie bei „Findet Nemo“ oder in Werbeprospekten. Im Vergleich zu Cairns Riff ist es schöner und sieht gesünder aus.

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Nach einer langen Zeit im Wasser haben wir sogenanntes Boomnetting gemacht. Dabei hängt man sich an ein Netz, das hinten am Boot mitgezogen wird. Es hat Spaß gemacht.
Um 5 Uhr waren wir wieder zurück und wir haben eine Arbeitskollegin besucht.

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Auf diesen Tag habe ich lange gewartet: 5.1.14 – mein erster Auszug. Das Problem bei der Aktion ist, ich habe keinen Platz zum Einziehen. Mareike obdachlos in Australien und ohne Auto.
Ja, Du hast es richtig gelesen, ich habe mein Auto verkauft. Stefan ist nach Rockhampton geflogen um mein Auto zu kaufen.
Warum ich das getan habe? Ich fliege am 31.3 zurück nach Deutschland und vom 21.1 bis 17.2 bin ich in Neuseeland und danach habe ich nur knapp einen Monat uebrig – keine Zeit zum sicheren Verkaufen.
Außerdem hat Stefan meine komplette Campingausrüstung bekommen. Für ihn ist das der perfekte Start und ich muss mir keine Sorgen mehr machen, wie ich alles loswerde.

Wir haben einige Sachen gekauft und das Auto ein wenig umgebaut. Nun kann er im Kofferraum schlafen – eine gute Idee.

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Tschüss Helga, mache es gut. Du warst mir eine treue Wegbereiterin. Mein erstes, geliebtes Auto :D

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Die Nacht vom 5. zum 6. habe ich bei einer Arbeitskollegin verbracht. Am 6. ging es wieder zur Arbeit: 10 Tage in Folge mit Unterkunft und Essen. Besser hätte es sich nicht entwickeln können. Am 16. bin ich wieder in Rocky und dann sind es noch 5 Tage bis ich nach Neuseeland fliege. In den agen werde ich wohl in ein Hostel ziehen.

Mareike

1 Kommentar zu „Silvester in Sydney, Surfen, Schnorcheln, Krokodilfarm, Auto verkauft“

  1. Pingback: Ende März geht es nach Hause | Mareikes Blog

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